Bantry House and Gardens (1)

BANTRY HOUSE AND GARDENS
Ein wahrhaft idyllischer Ort an der mediterransten Bucht Südwest-Irlands,
der Bantry Bay.
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Bantry Bay im Südwesten Irlands gehört zu den klimatisch mildesten Regionen der Insel. Es verwundert daher nicht, dass hier einige der schönsten Parks Irlands entstanden. Fürst Pückler, der sich von Parks wesentlich stärker angezogen fühlte als von Eisbomben, besuchte das Gebiet im Herbst 1828 und lobte es in höchsten Tönen. Der Park-o-mane suchte auf seinen Reisen Anregungen für seine eigenen Gartenschöpfungen und - so munkelt man - auch die eine oder andere 'gute Partie' zwecks Finanzierung seiner Leidenschaften.

Leider haben etliche Anlagen die bewegte Geschichte Irlands nicht schadlos bis heute überstanden. Gut erhalten und touristisch bestens erschlossen ist die 'Blumeninsel' Ilnacullin (auch 'Garnish Island'); einen kleinen Eindruck gibt es hier. Mit dem Boot geht es - vorbei an Seehundbänken - rüber auf die Insel. Wer es hingegen ruhiger mag, der orientiert sich nach Bantry House.

Die Herren des Bantry House standen immer der Irischen Sache nahe, und so verwundert es nicht, dass die Anlage die Unruhen relativ schadlos überstanden hat. Die Ursprünge des Hauses selbst gehen auf die Zeit um 1730 zurück. Der älteste Teil des Gartens ist der Rosengarten an der Westseite, der von einer mächtigen Cordyline überragt wird. Im 19.Jahrhundert wurde das Gelände in sieben Ebenen terrassiert, Haus und Garten erhielten die Strukturen wie man sie heute (fast noch) vorfindet. Der italienische Garten und die 'Himmelstreppe' wurden angelegt, im Haus wuchs eine bedeutende Kunstsammlung heran.

Leider hat Bantry House&Gardens Zeiten weniger sachgemäßer Unterhaltung gesehen. Ab 1998 wurde vieles wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt und beeindruckt heute in einer Gestaltung wie sie seinerzeit gemeint war. Die Anlage beeindruckt weniger durch spektakuläre Pflanzungen als durch ihre Gesamtgestalt. Sie war Drehort u.a. für eine herzzerreißende Rosamunde-Pilcher-Story des ZDF, viel schöner aber ist es aber natürlich, die Szenerie in aller Ruhe und mit all ihrem Charme auf sich wirken zu lassen.